Referenten

Univ.-Prof.Dr. Peter Dal-Bianco

Der geistige Abbau lässt sich im Alter bremsen falls es gelingt, den eigenen Lebensstil zu modifizieren und die Risikofaktoren zu minimieren.

 

Prof. Dal-Bianco referiert, dass Demenzsymptome nicht schicksalhaft mit der Alterung einhergehen und über Demenzmanagement und Demenzprävention.  Zeitgerechte (Early-Mid-Latelife) Vermeidung / Beeinflussung von Risiko- und Lebensstilfaktoren die klinische Progression verzögert werden kann.

Ergebnisse aufwändiger Langzeit-Präventivstudien geben Hinweise, dass Lebensstilfaktoren wie Neugierde, ein körperlich und kognitiv aktiver Lebensstil, mediterrane Kost und soziale Kontakte einen präventiven Effekt auf die klinische Demenzentwicklung hat.

 

Peter Dal-Bianco, Univ.-Prof.Dr. med. FA. Neurologie & Psychiatrie

Präsident der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft

Medizinische Universität Wien em.

 

www.dal-bianco.at

 

MMag. Simon Krutter

Im Vortrag werden Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt PAiS präsentiert, das die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen im ländlichen Raum Salzburgs untersucht hat. Aus der Perspektive pflegender Angehöriger wird dabei nachgezeichnet, welche Herausforderungen aber auch welche Ressourcen diese in der Betreuung  ihrer an Demenz erkrankten Familienmitglieder erfahren. Eingegangen wird aber auch auf die Rolle ambulant Pflegender sowie ÄrztInnen für Allgemeinmedizin und es wird über deren Einschätzung der Versorgungssituation berichtet. Einen Fokus setzt der Vortrag dabei auf das Erleben der Grenzen der Angehörigenpflege bei Menschen mit Demenz am Übergang vom häuslichen ins stationäre Setting. Verbesserungsmöglichkeiten der Versorgungssituation werden am Ende des Vortrages aufgezeigt und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen des Symposiums diskutiert.

 

Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, Studium der Pflegewissenschaft und Soziologie an der Universität Wien, Student des Doktoratsstudiums zum Ph.D. in Nursing & Allied HealthSciences in Salzburg. Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrender am Institut für Pflegewissenschaft und -praxis an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. Schwerpunkte: qualitative Gesundheits- und Pflegeforschung, gemeindenahe Pflege, Demenz und pflegende Angehörige.

 

 

 

 

 

Raphael Schönborn, MA


Demenzsensible psychosoziale Interventionen

Nichts ist so bedrohlich für das Selbst wie die Demenz. Das Selbst wird in seinen psychischen Grundfesten und in seiner sozialen Integrität zerrüttet. Umso faszinierender ist es daher, wie es Betroffenen dennoch gelingt, ihr Selbst – trotz Demenz – aufrecht zu erhalten. Wie Beeinträchtigungen von ihnen wahrgenommen und kompensiert werden, und was sie sich von ihrem sozialen Umfeld zur Selbsterhaltung wünschen, erfahren Sie in diesem Vortrag.

 

Raphael Schönborn ist Geschäftsführer von PROMENZ, Inhaber von Schönborn Pflege · Betreuung · Beratung; Leiter des Lehrgangs Dementia Care und des Gesprächskreises „Meine Frau hat Demenz“; Mitglied der Koordinierungsgruppe der „Österreichischen Demenzstrategie – Gut leben mit Demenz“.

 

www.raphael-schoenborn.at

 

 

Petra Steiner – DGKS


Petra Steiner führt mit ihrem Mann Johann den Adelwöhrerhof im steirischen Murtal. Die Bewohner*innen genießen hier ein hohes Maß an hochwertiger Pflege und Lebensqualität.Wir leben auf unserem biologisch geführten Bauernhof mit vielen Tieren und im Einklang mit der Natur. Wir arbeiten ständig an der Verbesserung von mensch- und tiergerechter Umgebung. Der würde- und respektvolle Umgang mit Mensch und Tier ist unsere Lebenseinstellung.

 

Petra Steiner, geboren 1966 verheiratet, 4 Kinder

Ausbildung zur Diplomkrankenschwester in Graz und Leoben, als DGKS im Werkskrankenhaus Böhler und bei der Volkshilfe Kapfenberg Hauskrankenpflege von 1986 bis 2002 tätig.Seit 2002 selbstständig als Pflegedienstleitung der stationären Pflegeeinrichtung am Bio-Bauernhof „ Adelwöhrerhof“. Verschiedene Zusatzausbildungen wie z.B. Hospiz und Tiergestützte Intervention

 

www.adelwoehrerhof.at

 

 

Angela Pototschnigg

Frau Angela Pototschnigg aus Wien ist Betroffene und sie gibt ihre Erfahrungen an die Besucherinnen und Besucher weiter.

Ihr Anliegen: die betroffene Person in den Vordergrund zu stellen und was fühlen und erleben die Menschen mit Demenz? Welchen Herausforderungen müssen oder dürfen sie sich in unserer Gesellschaft stellen? Kognitiv beeinträchtigt sein, heißt nicht, dumm zu sein. Den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

 

Helga Rohra

 

Autorin & Demenzaktivistin

EU – Arbeitsgruppe der Menschen mit Demenz Brüssel

Dementia Alliance International Washington

 

 

 

Elke Fröhler

 

Basale Stimulation® ist eine Kommunikationsmöglichkeit zur Förderung von Menschen, deren Wahrnehmung beeinträchtigt ist, aber auch  desorientierte Menschen profitieren.

Die eingesetzten Mittel aktivieren die Wahrnehmung und stimulieren die Sinne. Dies kann durch den Einsatz von Gerüchen, Berührungen oder Musik erfolgen. Die ganzheitliche Förderung erfolgt über die Sinneskanäle.

Einfache Methoden die in der Praxis Wirkung zeigen, können Sie an diesem Seminar sehen, hören, riechen und zuhause anwenden.

 

 

DGKP, Fachschwester für Anästhesie- und Intensivmedizin (DKG)

Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege

Akademische Gesundheitsbildnerin

Praxisbegleiterin „Basale Stimulation® in der Pflege“

 

 

Ruth Fenzl, MA MBA


Polypharmazie ist bei gerontologischen PatientInnen, oft bedingt durch Multimorbidität, ein weit verbreitetes Phänomen. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde in oberösterreichischen Altenpflegeeinrichtungen Daten erhoben, die Einblick in die aktuelle Situation des Medikamentenkonsums älterer Menschen geben. Welche Rolle dabei Health Professionals spielen und welche Möglichen Lösungsansätze es geben könnte versucht die Referentin in Ihrem Vortrag zu beleuchten.

 

Ruth Maria Fenzl, MA MBA, geb. 1970 in Bruck/ Mur. Verheiratet, 2 erwachsene Söhne.  DGKP an der Uniklinik Graz.Studium Gesundheits- und Sozialmanagement, Universitätslehrgang für lehrendes Personal im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege und in den gehobenen medizinisch-technischen Diensten, Masterstudium Interdisziplinäre Gerontologie, Karl Franzens Universität Graz. Erfahrungen Akut-, Langzeit- und extramuralen Pflegebereich. Unter anderem mehrjährige Praxis im Kantonsspital Winterthur (CH). freiberufliche Tätigkeit in der Hauskrankenpflege, Bezirkskoordinatorin der Gesundheits- und Sozialen Dienste im Roten Kreuz Oberösterreich, sowie Lehrtätigkeit in verschiedenen Ausbildungsstätten im Gesundheits- und Sozialbereich.

 

 

Michael Schmieder

 

30 Jahre leitete er die Sonnweid in Wetzikon. Er entwickelte Modelle zur Betreuung von Menschen mit Demenz. Ende 2015 übergab er die Leitung der Sonnweid. Seit dem ist er als Berater und Referent tätig. Im gleichen Jahr veröffentlichte er mit Uschi Entenmann das Buch „Dement, aber nicht bescheuert“. Er beschreibt in diesem Buch, dass es wichtig ist dem Menschen ihre Würde zu geben. Die Menschen mit Demenz mit Medikamenten ruhig zu stellen oder gar zu fixieren, berauben wir sie nicht nur ihrer Freiheit, sondern auch ihrer Würde – auch dann, wenn wir glauben ihnen damit zu helfen.